Ich möchte PFLEGESTELLE werden -
Was muss ich tun ?

Für viele Hunde sind die Vermittlungschancen besser, wenn sie von potentiellen Interessenten besucht werden können. Deshalb sucht auch HoPE Pflegestellen im ganzen Bundesgebiet.

Wir möchten nachfolgend einige Fragen beantworten, die häufig von Pflegestellen-Interessenten gestellt werden:

Frage:
Welche Voraussetzungen müssen für eine Tätigkeit als Pflegestelle erfüllt sein?

Antwort:
Die grundlegenden Bedingungen sind prinzipiell die gleichen wie auch bei einer Adoption eines Hundes. Das heißt, das Umfeld muss passen. Der Hund muss in die Familie passen und jeder in der Familie sollte auch einverstanden sein, dass ein Pflegehund ins Haus kommt.
Sehr gerne schicken wir dir unseren Selbstauskunft-Fragebogen zu, den du uns ausgefüllt zurück schicken kannst. So erhalten wir schon einen ersten Überblick über deine Gesamtsituation.

Bedenke bitte vorab, dass auch bei einem Pflegehund langfristig geplant werden muss. Denn unter Umständen kann sich eine Vermittlung auch über mehrere Wochen oder Monate hinziehen.

Ansonsten erwarten wir von unseren Pflegestellen, dass sie ihren Schützling so gut wie möglich auf ihr neues Zuhause vorbereiten und dabei mit viel Geduld und Bedacht vorgehen.

Es werden sicher bei dem einen oder anderen Hund Probleme auftauchen, die nicht einkalkuliert werden können, da sich das Verhalten eines Hundes nach dem Transport in neuer Umgebung verändern kann. Es ist sehr wichtig, dass eine Pflegestelle dann nicht sofort die Flinte ins Korn wirft.

Frage:
Brauche ich spezielle Genehmigungen?

Antwort:
Für die Tätigkeit als Pflegestelle benötigst du selbst keine speziellen Genehmigungen, es sind bei der Hundehaltung generell diverse Genehmigungen Pflicht. So verlangt das Bundesland Nordrhein-Westfalen beispielsweise einen Sachkundenachweis für Hunde ab einer Größe von 40 cm und 20 kg. Bitte erkundige dich vorab selbst, ob gewisse Voraussetzungen diesbezüglich nötig sind.

Für den Transport und die Einfuhr der Hunde und auch für die Unterbringung auf privaten Pflegestellen hat der Verein die erforderliche Erlaubnis nach §11 TierSchG.

Alle Pflegestellen werden beim Veterinäramt angemeldet.

Frage:
Welche Kosten kommen auf mich als Pflegestelle zu?

Antwort:
Wir übernehmen vereinsseitig Versicherung und Steuer, sowie Tierarztkosten (immer in Absprache!).
Die üblichen Unterhaltskosten bzw. Dinge des täglichen Gebrauchs wie Futter, Leine, Geschirr, Spielzeug, Hundebett etc. müssen von der Pflegestelle übernommen werden.

Bei neuen Pflegestellen behalten wir uns vor, für den ERSTEN Pflegehund eine Pfandgebühr in Höhe von 125 Euro zu nehmen. Selbstverständlich kann dieses Pfand bei Vermittlung von der Vermittlungsgebühr wieder abgezogen werden. Du bekommst das Geld also auf jeden Fall zurück!

Frage:
Welcher Hund kommt zu mir?

Antwort:
Die Entscheidung, welcher Hund auf welche Pflegestelle geht, treffen wir immer gemeinsam mit der Pflegestelle. Es ist sehr wichtig, dass auch die Pflegestelle mit der Wahl einverstanden ist und der Hund auch zur Pflegestelle passt. Deshalb benötigen wir möglichst viele Informationen von der Pflegestelle.
Wir versuchen die Hunde bestmöglich zu beschreiben, können jedoch keine Garantie geben, dass sich der Hund in neuer Umgebung und nach Transport auch exakt so verhält wie er es in Rumänien tat.
Deshalb bitten wir jede Pflegstelle darum, Geduld zu bewahren und dem Hund Zeit zu geben, damit er ankommen kann.

Frage:
Und was wenn es Probleme mit dem Pflegehund gibt?

Antwort:
Trotz aller Vorkehrungen und Informationen, bleibt immer das Risiko, dass es doch zu Problemen kommt. In diesem Fall, bitten wir dich, dich mit dem Problem an deinen Ansprechpartner zu wenden. Wir versuchen zusammen, das Problem zu lösen.

Selbstverständlich stehen wir auch bei kleinen Problemen gleich welcher Art immer mit Rat und Tat zur Seite.
Für den allgemeinen Austausch laden wir jede Pflegestelle in unseren gemeinsamen Chat auf Facebook und/oder WhatsApp ein. Die Teilnahme in den Chats ist jedoch keine Pflicht.

Frage:
Wie kommt der Pflegehund zu mir?

Antwort:
Die Hunde kommen mit einem Sammeltransporter auf dem Landweg und dieser übergibt die Hunde an verschiedenen Meeting-Points an die Halter. Das heißt, dass die Pflegeperson die Hunde an einem der Stopps abholen müsste. Es sollte dabei eine einfache Anfahrt von 2 Stunden einberechnet werden – je nach Wohnort.
Die Abfahrt in Rumänien ist in der Regel Freitag. Die Ankunft der Hunde in Deutschland fällt auf Samstag oder Sonntag – auch eine Ankunft mitten in der Nacht ist möglich.

Wir bitten ausdrücklich darum, für die Abholung ein Geschirr (ggfls. Sicherheitsgeschirr) und idealerweise eine Transportbox mitzunehmen. Je nach Hund können andere Maßnahmen geeignet sein, die wir dann individuell besprechen.
Da wir nicht immer wissen, was die Hunde erlebt haben und wir damit rechnen müssen, dass sie in Paniksituationen nur noch die Flucht kennen, sollte die Sicherung der Hunde auch in den nächsten Wochen im Vordergrund stehen! Der Hund sollte in dieser Anfangszeit nicht von der Leine (Schleppleine) genommen werden.

Direkt nach der Ankunft sollte dem Hund Zeit gegeben werden, um anzukommen. Der Umgang mit dem Hund (Streicheleinheiten, Baden, Gassigehen, Spielen etc.) sollte dem Hund und seiner Situation angepasst sein.

Eine Pflegestelle sollte umgehend um Hilfe zu bitten, wenn sie sich überfordert fühlt! Wir wollen sofort ein bestehendes Problem angehen, bevor es sich vertieft bzw. die Pflegestelle aus Verzweiflung den Hund wieder abgeben möchte. Wir wollen, dass sich die Pflegestelle wohl fühlt, sich über jeden Hund freut, der durch ihre Hilfe vermittelt werden kann und immer wieder gerne bereit ist, einem weiteren Wesen dazu zu verhelfen, sein eigenes endgültiges Zuhause zu finden!

Frage:
Der Pflegi ist da. Wie läuft jetzt die Vermittlung ab ?

Antwort:
Wir bewerben alle Hunde vereinsseitig über unsere Facebookseite und stellen Anzeigen auf den Portalen Tiervermittlung.de und tasso.shelta ein. Die Anzeigen von Tiervermittlung erscheinen dann automatisch auch auf unserer Homepage sowie auf DeineTierwelt. Über Tasso.shelta wird der Hund automatisch bei DHD24 beworben. Außerdem erstellen wir bei Bedarf auch Anzeigen bei Ebay-Kleinanzeigen.

Für die Vermittlung stellen wir Selbstauskunftfragebögen, Vorkontrollbögen etc. zur Verfügung. Als Pflegestelle bei HoPE darf gerne Eigeninitiative gezeigt werden, solange der Verein immer in die Vorgänge mit einbezogen wird.

Die nähere Vorgehensweise bis hin zum Vertragsabschluss erklären wir im Vorfeld im persönlichen Gespräch.

Frage:
Ich möchte eigentlich einen bestimmten Hund adoptieren, aber bin mir nicht sicher ob es klappt. Kann ich den Hund erst einmal zur Pflege haben?

Antwort:
Wir arbeiten generell mit festen und auf Dauer angelegten Pflegestellen, da wir diese auch beim Veterinäramt anmelden müssen.
Pflegestelle mit Option als Endstelle ist nur in Ausnahmefällen möglich. Wir verstehen dies jedoch eher als Endstelle auf Probe und können daher nur einen normalen Übergabe-Vertrag abschließen.
Es würden insofern die vollen Kosten wie bei einer Adoption anfallen und es wird eine angemessene Frist vereinbart, innerhalb der du dich entscheiden solltest, ob der Hund für immer bleiben kann oder ob er weiter vermittelt werden soll. Eine Rückerstattung der Kosten ist ausschließlich innerhalb dieser Frist möglich. Danach gelten die üblichen Bedingungen des Übergabevertrages.

Frage:
Ich würde gerne einem bestimmten Hund helfen, kann jedoch keinen weiteren eigenen Hund haben. Ich würde gerne nur einmalig Pflegestelle für diesen Hund sein. Geht das?

Antwort:
Hier verhält es sich ähnlich wie bei der Pflegestelle mit Option auf eine Endstelle. Eine einmalige Pflegschaft verstehen wir nicht als Pflegestelle im herkömmlichen Sinn.
Trotzdem möchten wir diesem einen Hund keine Chance verwehren.
Auch dies ist jedoch nur mit einem Übergabevertrag als Endstelle möglich. Die Kosten fallen hier wie bei einer dauerhaften Pflegschaft an. In Absprache mit dem Veterinäramt melden wir auch einmalige Pflegestellen beim Amt an.

Frage:
Ich würde gerne eine dauerhafte Pflegestelle für einen Hund anbieten, damit dieser nicht mehr länger in einem Zwinger leben muss. Ist das möglich?

Antwort:
Eine Dauerpflegschaft für z.B. einen nicht mehr vermittelbaren Hund ist sehr nett, jedoch für uns finanziell nicht umsetzbar. Wir können aber gerne über eine Reduzierung der Vermittlungsgebühr sprechen, wenn einem solchen Hund so ein Gnadenplatz zur Verfügung gestellt werden kann. Es wird dann ein normaler Übergabevertrag geschlossen.

Frage:
Ich habe ein Problem mit dem Hund (gesundheitlich, erziehungstechnisches, Ernährungsfragen oder Sonstiges), welches ich alleine nicht in den Griff bekomme bzw. gerne mit einem kompetenten Ansprechpartner besprechen möchte. Was kann ich in dem Fall tun?

Antwort:
Für den allgemeinen Austausch laden wir alle Pflegestellen zu unserem gemeinsamen Chat ein. Hier können Ideen ausgetauscht und gerne auch Probleme angesprochen werden.
Sollte es im Einzelfall zu einem Problem kommen, das nur unter 4 Augen besprochen werden sollte, steht immer ein Ansprechpartner zur Verfügung. In der Regel besteht zu diesem bereits im Vorfeld bei der Bewerbung Kontakt. Wir besprechen Probleme auch intern im Team, um bestmöglich helfen zu können. Sollte ein Trainer, tierärztliche Untersuchung oder womöglich eine Umsetzung auf eine andere Pflegestelle notwendig sein, besprechen wir dies alles gemeinsam und leiten die nötigen Schritte in die Wege.

Wir arbeiten mit verschiedensten Stellen zusammen, die auch bereit sind, allgemeine und grundsätzliche Fragen per Telefon zu klären, was grundsätzlich häufig nicht gemacht wird. Allerdings zum Wohl der Tierschutztiere haben wir Personen gefunden, die uns auch in den Fällen zur Seite stehen, wenn die Pflegestelle zu weit weg wohnt. Gegen kleines Entgelt wird hier Hilfe angeboten. Die Kosten hierfür tragen wir (allerdings auch nur in Absprache!).

Frage:
Darf ich mit meinem Pflegehund Hundesport oder ähnliches machen?

Antwort:
Wir freuen uns über jede Pflegestelle, die den Hund auch geistig und körperlich fördert! Je selbstsicherer, erzogener und artiger der Pflegehund, umso schneller lässt sich eine Endstelle finden! Wir bitten jedoch um Verständnis, dass wir hierfür keine finanzielle Unterstützung anbieten können, sofern es sich nicht um ein ernsthaftes Problem (siehe Frage darüber) handelt. Die Kosten müssten daher von der Pflegestelle selbst getragen werden.

Frage:
Was mache ich, wenn ich als Pflegestelle versage und den Hund nicht mehr hergeben möchte?

Antwort:
Sollte dieser Fall eintreten, würden wir für den betreffenden Hund einen Endstellenvertrag mit der Pflegestelle abschließen. In diesem Fall würde dann die üblichen Kosten fällig werden (abzüglich der noch nicht verrechneten Auslagen, soweit besprochen). Natürlich würden wir uns darüber freuen, wenn du trotzdem noch Pflegestelle bleiben möchtest und kannst.

Sollte die Haltung eines weiteren Hundes nicht möglich sein, wären wir sehr traurig, eine Pflegestelle verloren zu haben, freuen uns aber umso mehr für den ehemaligen Pflegehund, dass er ein liebevolles und endgültiges Zuhause gefunden hat und sich nicht mehr umgewöhnen muss.